• 04. Juni 1898
    Gründung der Firma Gräßler & Co. mit dem Ziel der Fertigung von emailliertem Geschirr
 
  • 1900
    Änderung der Unternehmerbeteiligung führt zum erweiterten Firmennamen Gräßler & Schmidt, der bis 1945 bestehen bleibt.
 
  • 1914
    Bei Ausbruch des ersten Weltkrieges produzierten 250 Beschäftigte ca. 600 Tonnen emailliertes Geschirr im Jahr.
  • 1926
    Übernahme der Betriebsführung durch Herrn Dr. Bernhard Magnussen, unter dessen Leitung das modernste Emaillierwerk in Deutschland entstand.
    Er ist einer von drei Gründungsmitgliedern des Vereins Deutscher Emailfachleute (VDEfa) und über 10 Jahre Vorsitzender des Verbandes. Der Verband existiert heute noch als Deutscher Email Verband e.V.
  • 1927
    Erstmalige Ausstellung von Geithainer Emailwaren auf der Leipziger Messe.

 

 

  • 1938
    Einbeziehung der Firma in die Rüstungs- und Kriegsproduktion neben der reinen Fertigung von Emailwaren bis zum Ende der 2. Weltkrieges. Die Belegschaft wächst
    auf 800 Mitarbeiter an.
 
  • 1945
    Mit dem Einmarsch US-amerikanischer Truppen in Geithain erfolgt am 14.4.1945 die sofortige Stilllegung des Betriebes. Nach Abzug der US-amerikanischen Truppen wird Geithain durch die Sowjetarmee besetzt. Auf der Grundlage des Potsdamer Abkommens erfolgt danach die Enteignung des Betriebes und seine vollständige Demontage, wobei der Betrieb in dieser Zeit in Treuhandschaft geführt wird.
 
  • 1946
    Mit hoher Einsatzbereitschaft organisieren ca. 50 ehemalige Betriebsangehörige aus Geithain und Umgebung einen Neubeginn der Produktion. Dazu werden aus stillgelegten Betrieben Maschinen und Anlagen beschafft. Als Rohstoff dienen Reste der Kriegsproduktion wie Gasmaskendosen, Panzerfäuste und Ähnliches. Zum Jahresende beginnt endlich wieder die Produktion.
 
  • 1947
    Der Betrieb trägt jetzt den Namen VEB Geithainer Emaillierwerk.
    Erste emaillierte Produkte werden wieder auf der Leipziger Messe ausgestellt.
    Die Belegschaft wächst auf 158 Arbeitskräfte an.
 
  • 1956
    Umstellung der Emaillieröfen von Kohleheizung auf Stadtgas

 

 

  • 1960
    Alle Fertigungsabschnitte werden auf den neusten Stand gebracht und der Fertigungsausstoß ständig erweitert. Die Fertigungspalette umfasst emaillierte Haushaltgeschirre für Kohle-, Gas- und Elektroherde, emailliertes Großküchengeschirr, Speisetransportgefäße und Aluminiummilchkannen für die Landwirtschaft.
 
  • 1973
    Das Unternehmen feiert sein 75-Jähriges Bestehen.
 
  • 1980
    Aufbau eines neuen Fertigungsabschnitts für Speisetransportgefäße mit einer Jahresproduktionsleistung von 130.000 Stück.
 
  • 1989
    Der Betrieb entwickelt sich durch die Herstellung qualitativ hochwertiger Emailerzeugnisse und einer innovativen Modernisierung und Rationalisierung der Produktion zu einem führenden Geschirremaillierwerk in Europa. Dieses findet seinen Ausdruck in einer hohen Nachfrage nach Geithainer Erzeugnissen im In- und Ausland.
 
  • 1992
    Mit der Wende in der DDR und der Wiedervereinigung Deutschlands wird ein starker Bedarfsrückgang an Geithainer Erzeugnissen sowohl in Deutschland als auch im Export aus unterschiedlichsten Gründen verzeichnet. Der Betrieb wird nunmehr durch die Staatliche Treuhandanstalt verwaltet und geht in Liquidation. Die Fertigung wird stark eingeschränkt und die Mehrzahl der Belegschaft muss entlassen werden.
  • 1993
    Gründung der Geithainer Emaillierwerk GmbH mit dem Ziel der Herstellung und des Vertriebes emaillierter Haushaltgeschirre, der Emaillierung von Boilern und Wärmetauschern sowie der Lohnemaillierung.
  • 1998

    Das Unternehmen feiert sein 100 Jähriges Bestehen. Mit über 100 Mitarbeitern ist das Geithainer Emaillierwerk immer noch einer der größten Arbeitgeber der Region.

    Als Lieferant namhafter Unternehmen bietet das Geithainer Emaillierwerk seine Leistungen für hochwertige Emaillierung von Wärmetauschern und Boilern im Bereich von 30 -2.000 Litern europaweit an.
 
  • 2005

    Gründung der GEO – Gesellschaft für Emaillierung und Oberflächentechnik mbH; nach einem „Management-Buy-out (MBO)“. Ein junges und engagiertes Team übernimmt die Betriebsleitung und rettete so 44 Arbeitsplätze.

  • 2006

    Neuausrichtung der Produktion auf Emaillierung von Boilern und Isolierung dieser Behälter. Einstellung der Topfproduktion. Der Bereich der PU-Isolierung wird erweitert und als Ergänzung zur Behälteremaillierung verstärkt angeboten.

 
  • 2008

    Der Brennofen für Boiler wird in Eigenregie umgebaut. Dabei wird der Ofen vergrößert und auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Boiler bis 4.000 Liter können jetzt emailliert werden.

 
  • 2009

    Die Gesellschafter der GEO werden von der Leipziger Volkszeitung als „Macher Ost“ vorgestellt. Damit würdigt die Zeitung das Engagement und den Erfolg des Unternehmens und der Unternehmer.

 
  • 2010

    Die GEO produziert Ihren eigenen Strom. Auf den sanierten Dächern der Produktions- und Lagerhallen wurde ein Photovoltaik-System mit einer Leistung von 455 kWp installiert.

    Innerhalb der letzten 5 Jahre hat die GEO mehr als 3 Mio. € investiert. Nach jahrzehntelangem Investitionsstau entwickelt sich unsere Fabrik wieder zu altem Glanz.
 
  • 2011

    Inbetriebnahme eines Blockheizkraftwerks mit einer Leistung von 384 kWh. Damit konnten wir die Umstellung auf vollständige Selbstversorgung mit regenerativem Strom abschließen. Die GEO mbH ist das einzige Emaillierwerk in Europa, welches sich selbst mit regenerativ erzeugtem Strom versorgt. Nicht zum ersten Mal in der über 100 jährigen Geschichte unseres Unternehmens sind wir Vorreiter in unserer Branche und setzen Zeichen in einem gesamten Industriezweig.