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![]() ZEITLEISTE zur 100-jährigen Geschichte der Emaillierung in Geithain |
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| 4.6.1898 | Gründung der Firma Gräßler & Co. mit dem Ziel der Fertigung von emaillierten Geschirr |
| 1900 | Änderung der Unternehmerbeteiligung führt zum erweiterten Firmennamen Grässler & Schmidt, der bis 1945 bestehen bleibt. |
1926
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Übernahme der Betriebsführung durch Herrn Dr. Bernhard Magnussen, unter dessen Leitung, besonders
in den folgenden 10 Jahren, das modernste Emaillierwerk in Deutschland entsteht. Er ist einer von drei Gründungsmitgliedern des Vereins Deutscher Emailfachleute (VDEfa). |
| 1927 | Erstmalige Ausstellung von Geithainer Emailwaren auf der Leipziger Messe. |
| ab 1938 | Einbeziehung der Firma in die Rüstungs- und Kriegsproduktion neben der reinen Fertigung von Emailwaren bis zum Ende der 2.Weltkrieges. |
| 1945 | Mit dem Einmarsch US-amerikanischer Truppen in Geithain erfolgt am 14.4.1945 die sofortige Stillegung des Betriebes. Nach Abzug der US-amerikanischen Truppen wird Geithain durch die Sowjetarmee besetzt. Auf der Grundlage des Potsdamer Abkommens erfolgt danach die Enteignung des Betriebes und seine vollständige Demontage, wobei der Betrieb in dieser Zeit in Treuhandschaft geführt wird. |
| 1946 | Mit hoher Einsatzbereitschaft organisieren ehemalige Betriebsangehörige aus Geithain und Umgebung einen Neubeginn der Produktion. Dazu werden aus stillgelegten Betrieben Maschinen und Anlagen beschafft. Als Rohstoff dienen Reste der Kriegsproduktion wie Gasmaskendosen, Panzerfäuste u.ä. Zum Jahresende beginnt endlich wieder die Produktion. |
| ab 1947 |
Der Betrieb trägt jetzt den Namen VEB Geithainer Emaillierwerk. Erste emaillierte Produkte werden wieder auf der Leipziger Messe ausgestellt. |
bis 1960
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Alle Fertigungsabschnitte werden auf den neusten Stand gebracht und der Fertigungsausstoß ständig erweitert. Die Fertigungspalette umfaßt emaillierte Haushaltgeschirre für Kohle-, Gas- und Elektroherde, emailliertes Großküchengeschirr, Speisetransportgefäße und Aluminiummilchkannen für die Landwirtschaft. |
| bis 1989 | Der Betrieb entwickelt sich durch die Herstellung qualitativ hochwertiger Emailerzeugnisse und eine innovative Modernisierung und Rationalisierung der Produktion zu einem führenden Geschirremaillierwerk in Europa. Dieses findet seinen Ausdruck in einer hohen Nachfrage nach Geithainer Erzeugnissen im Inland und Export. |
| 1989-92 | Mit der Wende in der DDR und der Wiedervereinigung Deutschlands wird ein starker Bedarfsrückgang an Geithainer Erzeugnissen sowohl in Deutschland als auch im Export aus unterschiedlichsten Gründen verzeichnet. Der Betrieb wird nunmehr durch die Staatliche Treuhandanstalt verwaltet und geht in Liquidation. Die Fertigung wird stark eingeschränkt und die Mehrzahl der Belegschaft muß entlassen werden. |
1993
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Gründung der "Geithainer Emaillierwerk GmbH" mit dem Ziel der Herstellung und des Vertriebes emaillierter Haushaltgeschirre, der Emaillierung von Boilern und Wärmetauschern sowie der Lohnemaillierung. |
1998
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Mit seinen emaillierten Haushaltgeschirrserien für Glaskeramik- und Induktionsherde, mit hitzebeständigen
Glasdeckeln, mit Energiesparböden, Edelstahlgriffen und vielen anderen modernen Neuentwicklungen,
mit traditionellem Design und mit Original "Villeroy & Boch" Design wird das Unternehmen Partner aller namhafter Facheinzelhandelsverbände, von Kauf- und Warenhäusern, dem Möbelhandel
und Fachgroßhandel. Hauptexportländer sind EU, Schweiz, USA, Japan, Korea, Chile und Argentinien. Als Lieferant namhafter Weiterverarbeiter bietet das Unternehmen seine Leistungen für hochwertige Emaillierungen von Wärmetauschern und Boilern im Bereich von 30 - 4.000 Litern europaweit an. |
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2005 |
Die sich verschärfende weltwirtschaftliche Situation, das massive auf den Markt drängende China mit seinem enormen Arbeitskräftepotential und der immer stärker werdende EURO geht auch an den Produkten des Geithainer Emaillierwerkes nicht spurlos vorüber. Ein katastrophaler Umsatzeinbruch im Jahr 2004 führt letztendlich zur Insolvenz der Geithainer Emaillierwerk GmbH in seiner bisherigen Struktur. In dieser Situation gründet sich am 2.März 2005 ein neues Unternehmen am traditionellen Geithainer Standort. 44 Arbeitnehmer wagen mit den Boilerkunden aus Deutschland einen Neuanfang. Die Gesellschaft für Emaillierung und Oberflächentechnik mbH produziert weiter. |
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